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Scheibenminiskus

Der Scheibenmeniskus ist eine angeborenen Normvariante des lateralen Meniskus, der im Regelfall einen dreieckigen Querschnitt aufweist, aber bei manchen Personen dicker und scheibenförmig ausgebildet ist. Durch diese spezielle Form ragt er deutlich weiter ins Gelenk hinein als ein regulär ausgebildeter Meniskus. Ein gesunder Scheibenmeniskus macht jedoch kaum Probleme, meist treten erst bei einem Riss schmerzhafte Symptome auf. 

Symptome und Diagnose

So auch bei unserer Patientin, die sich mit plötzlich auftretenden, belastungsabhängigen und stechenden Schmerzen im rechten Kniegelenk vorstellte. In der klinischen Untersuchung zeigte sich der Verdacht auf eine laterale Meniskusläsion. Mitthilfe einer Magnetresonanztomographie wurde ein Einriss im Scheibenmeniskus diagnostiziert. Wie bei vielen Patient:innen wusste die Patientin auch nicht, dass bei ihr eine solche Meniskusnormvariante vorliegt.

Behandlung

Die Behandlung des Scheibenmeniskus ist abhängig vom individuellen Leidensdruck. Ein unauffälliger Scheibenmeniskus, der bei Patient:innen keine Beschwerden verursacht, bedarf keiner operativen Versorgung. Liegt hingegen ein Einriss vor, der Schmerzen auslöst, erfolgt die Behandlung durch eine arthroskopische Teilmeniskektomie, auch Meniskusremodeling genannt. Dabei wird das Volumen des Meniskus reduziert und er wird in die physiologische Sichelmondform gebracht. Dadurch wird die für die Funktion und Stabilität essentielle Ringstruktur wiederhergestellt.

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